Ginseng| Was du vor dem Kauf wissen solltest!

Weißer und roter Ginseng | Gut für die Gesundheit | Dosierung | Wirkung | Nebenwirkung | Anwendung | Studie | Rezepte

Was ist Ginseng?

Ginsengwurzel wird in China seit mehr als 5.000 Jahren als Heilpflanze verwendet. In China, Korea und Japan gehört sie ganz natürlich zum Repertoire der Hausmittel, so wie in Europa Kamille, Salbei und Thymian nicht aus der Kräuterheilkunde wegzudenken sind. Die Wurzel gehört zu den am besten erforschten Heilpflanzen weltweit, sie soll das Immunsystem aufbauen, den Körper allgemein stärken, als Potenzmittel gilt sie und beruhigt die Nerven.

Gegen Erkältungs-Krankheiten, den Grippevirus, bei Übergewicht, Asthma, Heuschnupfen, Müdigkeit und Diabetes soll er helfen, und dabei hat er nur wenige Nebenwirkungen. Man unterscheidet allgemein zwischen der roten und der weißen Ginsengwurzel, wobei der weißen Variante eine höhere Wirksamkeit nachgesagt wird.

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Botanik

Es handelt sich um die Pflanze Panax Ginseng, die zu der Familie der Araliengewächse gehört. Koreanischer Ginseng bzw. die Pflanze kommt hauptsächlich in den bewaldeten Gebirgsregionen des nördlichen Korea vor. Des Weiteren kommt sie auch im nordöstlichen China und im südöstlichen Sibirien vor. Dort wächst sie mit breiten, runden Blättern und roten Steinfrüchten klein und unscheinbar als krautige Pflanze von etwa 30 bis maximal 60 cm Höhe. Inzwischen wird die Ginsengpflanze allerdings zur Gewinnung von Arzneimitteln weltweit kultiviert. Für die Medizin ist lediglich die Wurzel der Pflanze interessant: Die ein bis zwei Bündel spindelförmiger oder zylindrischer Wurzel der vier- bis siebenjährigen Pflanzen können geerntet werden.

Abhängig von der Behandlung nach der Ernte werden sie später als „rot“ oder „weiß“ bezeichnet.  Weiße Ginsengwurzeln werden direkt getrocknet und behalten dadurch ihre natürliche Farbe bei. Eine Behandlung mit Wasserdampf vor dem Trocknungsprozess führt zu roten Ginsengwurzeln. Für die Gesundheit bzw. gesundheitliche Wirkung relevant sind die in den Wurzeln enthaltenen Saponine.

Arten von Ginseng

Je nach Herkunft wird zwischen verschiedenen Ginseng-Arten unterschieden: 

Koreanischer Ginseng (Panax Ginseng)

Echter Ginseng kommt aus Korea, so wie echter Whiskey aus Irland und Schottland stammt. Der Koreanische Ginseng ist der Urvater aller weiteren Ableger dieser Heilpflanze. Darum wird der koreanische Ginseng auch als „Echter Ginseng“ bezeichnet. Aufgrund seiner Farbe nennt man ihn in der natürlichen Form auch „weißer Ginseng“. Doch davon darf man sich nicht täuschen lassen: Auch der rote Ginseng war ursprünglich der weiße, echte, koreanische Ginseng. Er wurde nur durch ein Konservierungsverfahren rot gefärbt. Die südkoreanische Regierung hält noch das Monopol auf dieser Variante. Da der rote Ginseng aber durch das Konservieren viele Wirkstoffe verliert, ist er in seiner Qualität nicht mit dem weißen Ginseng zu vergleichen. Koreanischer Ginseng wird vorwiegend wild geerntet. Bei jedem Versuch der Kultivierung gehen ein Teil der Wirkstoffe verloren. Das gilt vor alle für die nicht-koreanischen Arten. 

Amerikanischer Ginseng (Panax Quinqefolius)

Amerikanischer Ginseng stammt zwar ebenfalls vom originalen, koreanischen Mutterpflanze ab. Dennoch haben die ungewohnten Umgebungsbedingungen dazu geführt, dass viele seiner charakteristischen Wirkstoffe verloren gegangen sind. Hat die originale Mutterpflanze bis zu 30 verschiedene Ginsenoide, ist es bei den amerikanischen Nachzuchten nur noch etwa die Hälfte. Dennoch ist der amerikanische Ginseng so heiß begehrt, dass für seine Entnahme aus der Natur sehr strenge Regeln gelten. Teilweise müssen die Pflanzen über 10 Jahre alt sein, bevor man sie in der Natur sammeln darf. Das Ernten von zu jungen Pflanzen wird mit empfindlichen Sanktionen, die bis zu Gefängnis reichen, bestraft. 

Inzwischen hat man jedoch heraus gefunden, warum die amerikanische Ginsengpflanze einen verminderten Wirkstoffgehalt gegenüber dem koreanischen Original zu haben scheint: Sie wurden ganz einfach aus Gründen der Unkenntnis lange Zeit viel zu jung geerntet. Die volle Menge an Wirkstoffen hat die Ginsengpflanze erst nach einem Wachstum von vier Jahren. Dies erklärt auch, warum die kanadischen und US-amerikanischen Regierungen so darauf bedacht sind, erst ausreichend alten Ginseng ernten zu lassen. Nur so wird der Fortbestand und die weitere Verbreitung dieser fast ausgerotteten Pflanze sicher gestellt. Lässt man die amerikanische Ginsengwurzel lange genug wachsen, ist sie mit der koreanischen Pflanze fast identisch in ihrer Wirksamkeit. 

Chinesischer Ginseng (Panax Notoginseng)

Der Chinesische kommt dem koreanischen Ginseng zwar schon recht nahe. Dennoch handelt es sich dabei um eine Nachzucht. Wie alle Nachzuchten, hat die chinesische Ginsengpflanze nur einen Bruchteil der Wirkstoffe. Hinzu kommt, dass die chinesischen Varianten häufig stark mit Schadstoffen belastet sind. 

Japanischer Ginseng

Japan baut die Heilpflanze seit der Besetzung von Südkorea an. Daraus hat sich eine besondere Variante entwickelt: Zwar hat die japanische Ginsengwurzel nur zwei der dreißig Arten von Saponiden, die in der koreanischen Pflanze zu finden sind. Dafür hat sie von diesen Wirkstoffen eine doppelt so hohe Konzentration. Die japanische Ginsengpflanze ist damit nicht so breit in der Wirkung, kann aber dafür gezielter eingesetzt werden. 

Sibirischer Ginseng 

Kaum eine Ginsengvariante hat die Heilpflanze dermaßen in Verruf gebracht, wie die sibirische Variante. Darum sei hier klar gestellt: Der „Sibirische Ginseng“ hat nicht das Geringste mit dem koreanischen Original zu tun. Es ist eine völlig andere Pflanze. Sie hat nicht annähernd die Wirksamkeit des Originals oder seiner Abkömmlinge. Sie sieht im verarbeiteten Zustand lediglich ähnlich aus. 

Tai Ginseng

Tai Ginseng ist in Thailand angebauter Ginseng. Es ist außerdem der Markenname (allerdings ohne h) eines bekannten Präparats auf Ginsengbasis. 

Wirkung von Ginseng

Ginseng wird zu den Adaptogenen gezählt. Dies sind „Stärkungsmittel“, die einen allgemein aktivierenden Effekt auf den Körper haben. Ginseng wirkt dabei jedoch vielfältiger und gezielter, als es Guarana, Maca oder Koffein können. Dennoch gibt es auch Indikationen, bei denen Ginseng nur mit Bedacht eingenommen werden sollte. So hat die Heilpflanze beispielsweise einen stark senkenden Effekt für den Blutzucker. Das kann gerade bei Diabetikern die Einstellung auf Insulin erschweren. Außerdem wirkt die Heilpflanze verdünnend auf das Blut. Vor Operationen sollte deshalb von der Einnahme abgesehen werden. Zumindest musst man die behandelnden Ärzte informieren. 

Ginsenoide

Die Wirkstoffe in dieser Heilpflanze werden passenderweise Ginsenoide genannt. Sie gehören zur Gruppe der Saponine. Das sind Wirkstoffe, die für viele Beschwerden eine hohe Effektivität bewiesen haben. Charakteristisch für alle Saponine ist der bittere Geschmack und die seifenartige Schaumbildung, wenn man sie mit Wasser zerreibt. Echter Ginseng verfügt über ein breites Spektrum an Saponinen bzw. Ginsenoiden. Eine recht unbekannte Nebenwirkung von Saponiden ist, dass sie giftig für Fische sind. Für Menschen bieten diese Wirkstoffe jedoch ein großes Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten für diverse Beschwerden. 

Anbau

Die Ginsengpflanze benötigt etwa zwei Winter, um aus den Samen zu keimen. Der Anbau ist also eine eher langwierige Angelegenheit. Dazu kommen noch einmal (abhängig von der genauen Art, es gibt mehrere medizinisch wirksame Linsengarten) sechs Jahre, bis die Wurzeln ausreichend gewachsen sind und die Wirkstoffe in der erwünschten Menge gebildet haben. Die Waldpflanze gedeiht am besten in einem Umfeld, das der natürlichen Umgebung in Temperatur, Bodenbeschaffenheit, Luftfeuchtigkeit und Jahreszeitenwechsel entspricht, das Wachstum kann also im Gewächshaus nicht wesentlich beschleunigt werden.

Dazu kommt, dass die Felder nach der Ernte der Ginsengwurzeln bis zu zehn Jahren brachliegen müssen, damit sich der Boden erholt und eine neue Generation der Pflanzen gut und gesund wachsen kann. Das hat seinen Preis – Ginsengwurzeln sind dementsprechend nicht eben kostengünstig. Und das gilt weltweit: Auch in den ärmsten Anbauländern kann er nicht unter anderen Bedingungen angebaut werden als in europäischen Kulturen – die Pflanzen benötigen dort die gleiche Zeit, um zu wachsen. Wenn Ginsengwurzeln also extrem kostengünstig verkauft werden, ist meist etwas faul an der Sache. Vor allem Menschen, die in Marokko, Tunesien oder der Türkei Urlaub machen, bringen kostengünstige angebliche Ginsengwurzeln mit, die scharf schmecken. Es handelt sich dabei in der Regel um recht teuer verkauften Ingwer. Denn echte Ginsengwurzeln sind bitter mit einem süßen Nachgeschmack, aber niemals scharf. Anders ist das Problem bei in Deutschland kostengünstig erhältlichen Ginsengpräparaten aus dem Drogeriemarkt gelagert: Diese Präparate enthalten tatsächlich Ginsengwurzel. Aber in einer so niedrigen Dosierung, dass sie praktisch nicht wirksam sein kann. Für eine optimale Wirksamkeit empfiehlt das deutsche Arzneibuch eine Dosis von etwa 1 bis 2g Ginsengwurzel täglich.

Geschichte

Schon seit mehr als zwei Jahrtausenden ist Ginseng in der chinesischen und koreanischen Geschichte als Heilpflanze bekannt. Etwas Schriftliches über den Ginseng findet sich schon 40 Jahre vor Christus. Damals wurde berichtet, dass er den Geist erleuchtet und mehr Weisheit geben kann. Allgemein ging der Pflanze der Ruf voraus, dass bei regelmäßiger Einnahme, sich das Lebensalter erhöht. Diese Annahme gilt für Asien bis in das heutige Zeitalter. Die Heilkraft der Ginsengpflanze liegt in der Wurzel. Da die Ginseng Wurzel oft einer menschlichen Gestalt ähnelt, soll dies ein Zeichen dafür sein, dass sie für den ganzen Körper des Menschen Heilkraft besitzt. Es wurde ihr auch eine positive Wirkung auf die sexuelle Potenz zugeschrieben. In China wurde er auch „Renshen“ genannt, was so viel wie menschenförmige Ginsengwurzel bedeutet.

Wilder Ginseng ist wertvoller als Gold

Die Ginseng Pflanze kann bis zu 6o cm hoch werden. Sie wächst hauptsächlich in Mischwäldern und Laubwäldern, vorherrschend in China, Korea und im tiefen Süden Russlands. Als die Heilwirkung bekannt wurde, war es nur den Kaisern und hoch gestellten Personen erlaubt, Ginseng zu sich zu nehmen. Trotzdem kam es durch die Beliebtheit der Pflanze schnell fast zur Ausrottung. Der Preis für wilden Ginseng stieg stark an, bald wurde ihm nachgesagt, dass er teurer als Gold sei. In China stand das Abernten unter strengster Bewachung. Wilder Ginseng ist heutzutage zwar wieder besser zu finden, allerdings ist er immer noch in beschränktem Maße verfügbar. Deshalb ist der Preis noch sehr hoch.

Wann und wie kam der Ginseng nach Europa?

Arabische Seeleute brachten ihn zuerst nach Spanien. Allerdings maß man ihm damals keine Bedeutung zu. Die Holländer brachten ihn dann 1610 erneut nach Europa. Aber auch zu dem Zeitpunkt wurde seine Heilkraft in Europa nicht gesehen. Erst im 18. Jahrhundert erkannten die Menschen in Europa die Heilkraft dieser Wurzel und setzten sie ein. Die belebende Wirkung und die Steigerung des Wohlbefindens wurden zwar erkannt, doch es mussten weitere 200 Jahre vergehen, bis die Heilkraft der Ginsengwurzel in der Medizin eingesetzt wurde. Heute ist Ginseng als Tablette, Tee oder Pulver bei uns fast in jedem Drogeriemarkt erhältlich. Doch im Vergleich zu Asien, insbesondere China, ist das Einsatzgebiet der Heilpflanze noch gering. Verwendet wird heutzutage natürlich kultivierter Ginseng, was aber der Heilkraft keinen Abbruch tut.

Ginseng Produkte

Ginsengprodukte sind in zahlreichen Varianten auf dem Markt erhältlich. Sie stehen in unterschiedlichen Formen, Konzentrationen, Wirkungen und Preisen zur Verfügung. Ginseng kann als Suppe konsumiert oder als Zusatz in einem Kaffee oder Tee serviert werden. Sogar in Keksen und Bonbons ist Ginseng enthalten. Der einzigartige Wurzelextrakt kann ebenfalls als Kapseln, Tabletten oder Pulver erworben werden. Er ist außerdem in Shampoos, Cremes und Ölen enthalten. Die Wurzel findet auch gekocht, gebraten, gedünstet oder frittiert ihre Verwendung in der Küche.

 

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Ginseng kaufen

Die Herausforderung beim Ginsengkauf ist, das richtige Präparat zu kaufen. Je verarbeiteter das Produkt ist, desto einfacher ist seine Einnahme – desto undurchsichtiger ist es aber auch. Je natürlicher das Produkt ist, desto mehr muss man selbst tun, um es konsumierbar zu machen. Dafür kann man sich aber sicher sein, den echten, natürlichen Ginseng in der Hand zu halten. 

Der erste Tipp beim Ginsengkauf bezieht sich daher auf die Inhaltsstoffe. Die Bezeichnung „Ginseng“ ist nicht geschützt. Selbst der vollkommen artfremde sibirische Ginseng darf unter diesem Namen verkauft werden. Was ein Unterscheidungs- und Qualitätsmerkmal ist, ist die lateinische Bezeichnung. Der echte, koreanische Ginsengpflanze heißt wie oben beschrieben „Panax ginseng“. Wird dieser Name bei den Inhaltsstoffen aufgeführt, handelt es sich um den echten, originalen Wirkstoff. 

Ginseng wird in der verarbeiteten Form vor allem als Kapseln und Tonikum verabreicht. Das Tonikum hat meist einen hohen Alkoholgehalt, weshalb es stets in Maßen genossen werden sollte. Reines Ginsengpulver ist ebenfalls verfügbar. Es ist mit 50 Euro pro 100 Gramm allerdings ziemlich teuer. Das deutsche Arzneibuch gibt für das reine Ginsengpulver eine Empfehlung von 1-2 Gramm pro Tag. Das entspricht einem kleinem Espressolöffel. Bei 100 Gramm hat man also eine Versorgung für knapp 3 Monate, wenn man es sparsam einsetzt. Grundsätzlich gilt bei der regelmäßigen Einnahme von Ginsengpulver durchaus, dass die empfohlenen Dosen eingehalten werden sollten. Viel hilft hier nicht viel sondern ist Verschwendung und kann auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Schon Paracelsus sagte vor über 3000 Jahren „Nichts ist Gift, alles ist Gift – allein die Dosis macht das Gift“. 

Die geschnittene Ginsengwurzel ist allerdings noch teurer. Hier muss man mit 80 Euro pro 100 Gramm rechnen. Allerdings kann man für diesen Preis auch eine exzellente Qualität erwarten, die ein Maximum an Inhaltsstoffen besitzt. Aus den getrockneten Ginsengwurzeln lassen sich Tees zubereiten. Diese sollten jedoch nur extrem sparsam eingesetzt werden. Nach dem Aufguss von einem Tee kann man ruhig zwei bis drei Wochen warten, bis man die Dosis wiederholt. Für die Versorgung und Stärkung des Immunsystems ist das ausreichend. 

Inhaltsstoffe

Ginsengwurzeln verfügen über zahlreiche Inhaltsstoffe mit beachtlichen Eigenschaften. Wertvolle Ginsenoside sind in konzentrierter Form in der äußeren Wurzelrinde vorhanden. Sie unterstützen das körpereigene Immunsystem durch ihre entzündungshemmende, blutdrucksenkende und krampflösende Wirkung. Koreanischer Ginseng enthält Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C und die Mineralstoffe Zink, Selen, Eisen und Mangan sowie Kalzium, Magnesium, Chrom und Phosphor. Ebenso zählen hochwertige Aminosäuren sowie ätherische Öle zu den Wirkstoffen. Aufgrund der Nährstoffkonzentration stellt Ginseng eine ideale Ergänzung zur alltäglichen Ernährung dar, um Defiziten vorzubeugen. Außerdem fördert die koreanische Ginsengwurzel die Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit. Ebenfalls wirken die Inhaltsstoffe einer chronischen Müdigkeit und Abgeschlagenheit entgegen. Regelmäßiger Konsum von Ginseng soll über einen vorbeugenden Effekt gegen Erkrankungen wie Krebs, Arteriosklerose und Diabetes sowie Leberleiden und Erkältungen verfügen. Er soll sogar gegen Asthma, Heuschnupfen und Übergewicht wirken und positiven Einfluss auf das Nervensystem sowie die Potenz haben. Mehr Info

Hier noch ein aktuelles Video von American Supps zum Thema Ginseng

FAQ – Häufig gestellte Fragen

 

Ist Ginseng das gleiche wie Ingwer?

Nein! Bei Ingwer und Ginseng handelt es sich zwar um gesundheitlich extrem wertvolle Pflanzen, dennoch ist es nicht das gleiche Gemüse.  Vom Geschmack her ist Ginseng nicht scharf, sondern eher bitter – ein bisschen wie Lakritze.  

Wichtig! Ab und zu kommt es vor, dass Ingwer teuer als Ginseng verkauft wird. 

Tipp: Achte stets auf das Ginsengetikett auf den Produkten.

 

Ginseng vs Ginkgo – Was ist der Unterschied?

Ginseng und Ginkgo wird wohl gerne aufgrund des ziemlich ähnlichen Namens verwechselt. Bei beiden Produkte finden ihren Zuspruch zudem in der traditionellen chinesischen Medizin. Dennoch sind sie sehr verschieden: Ginseng ist eine Pflanze, deren Wurzel weiterverarbeitet wird und Ginkgo ist ein großer Baum, dessen Blätter gerne als natürliches Heilmittel eingesetzt werden.

Gingko sorgt für eine verbesserte Hirndurchblutung, wodurch man sich wacher und fitter fühlt. Genauso wie Ginseng, welcher auch für mehr Motivation bei Antriebslosigkeit oder gar Depression sorgt.

Übrigens: Ginseng und Gingko können problemlos miteinander kombiniert eingenommen werden. Dadurch erhält der Körper quasi doppelt Motivation.

 

Ist Ginseng eine Droge?

Definitiv nein! Beim Ginseng handelt es sich um ein natürliches Heilkraut, dessen Wurzel viele Ginsenosiden beinhaltet, welche sich positiv und aufputschend auf den Körper auswirken. Dadurch können wir besser mit psychischen, chemischen und körperlichen Stress-Faktoren umgehen.

 

Wo wächst wilder Ginseng in Deutschland/ Österreich/ Schweiz?

Ginseng kommt ursprünglich aus den Waldregionen im nördlichen Korea, China und dem südöstlichen Sibirien. Dort wächst der wilde Ginseng im Unterholz schattiger Wälder. Es gibt allerdings auch den sehr ähnlichen amerikanischen Ginseng, der in Teilen der USA und Kanada beheimatet ist. Für die Herstellung von medizinischen Produkten wird er weltweit kultiviert.

Wild lässt sich Ginseng in Deutschland, Österreich und der Schweiz allerdings nicht finden. Jedoch gibt es mittlerweile in Deutschland Europas eine erste Ginsengfarm.

In Deutschland wird Ginseng seit ca. 30 Jahren professionell angebaut. Deutscher Ginseng hat zwar nicht die enorme Bandbreite an Wirkstoffen wie das koreanische Original. Er kommt ihm aber recht nahe. Bei deutschem Ginseng kann man von einem nachhaltigem, ökologischen und professionellen Anbau ausgehen. Sein Anbau schützt die Wildbestände vor der Ausrottung und jede Menge CO2 für Transport und Verarbeitung. Billiger wird er dadurch jedoch nicht – für deutschen Ginseng muss man mit sogar 100 Euro pro 100 Gramm rechnen. 

 

Wie nimmt man Ginseng richtig ein?

Falls nicht anders verordnet, wird eine Tagesdosis von 1 bis 2 Gramm der getrockneten Ginsengwurzel täglich empfohlen. Doch informiere dich unbedingt über die Qualität des Ginsengs: Hierzulande werden oftmals minderwertige Produkte angeboten. Übrigens: In Korea und China sind weit höhere Dosierungen der Wurzel üblich, da er dort auch als normales Lebensmittel sehr beliebt ist. Die schnellste Wirkung erzielst du mit einem Ginseng Extrakt, da hier die größte Menge an Ginsenosiden enthalten ist.

Das natürliche Heilmittel sollte über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten eingenommen werden, damit sich die Wirkung auch richtig entfalten kann. Am besten ist, wenn du den Ginseng vor oder während dem Essen einnimmst. Falls du die darin enthaltenen Bitterstoffe allerdings nicht verträgst, eher danach.

Tipp: Ginseng aktiviert und bringt den Körper auf Hochtouren – die besten Ergebnisse erzielst du also, wenn er morgens und nach dem Mittagessen eingenommen wird. 

 

Welche Inhaltsstoffe hat Ginseng?

Das Heilmittel ist voll an natürlicher Wunderstoffe, die für die unglaubliche Wirkung der Wurzel verantwortlich sind. Bis heute wurden in etwa 150 unterschiedliche Substanzen darin entdeckt, von denen die wichtigsten mit Sicherheit die Ginsenoside sind. Hierzulande müssen alle Ginsengprodukte übrigens mindestens 1,5 % Ginsenoside enthalten. Sie sind die Hauptwirkstoffe und sorgen für die Qualität der Kapseln, Tabletten oder des Extrakts.

Ginseng enthält zudem noch wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Magnesium, Kalium und Kalzium. Außerdem überzeugt die Wurzel noch dank der enthaltenen Spurenelemente wie Zink, Mangan, Selen und Eisen. Vitamin B, ätherisches Öl, Fette, Zucker und wertvolle Aminosäuren sind für die aufputschende Wirkung auf den Körper mitverantwortlich.

 

Ginseng & Kaffee – Verträgt sich das?

Laut Meinung der Chinesen: Nein! Koffein sowie Milch und andere Milchprodukte sind für die Wirkung von Ginseng nicht wirklich förderlich. Auch bei der Einnahme von blutgerinnungshemmenden Mitteln oder bei Erkältungen rät die traditionelle chinesische Medizin von der Einnahme der Wunderwurzel ab.

Dennoch gibt es kreative Kaffeemischungen, die mit einem Ginsengaroma bei Kaffeeliebhabern für Begeisterung sorgen sollen. In diesem Kaffee ist das Extrakt der Wurzel gegeben, in welchem sogar die Wirkung von Ginseng sich entfalten kann. Die Kombination aus Koffein und dem vitalisierenden Ginseng sorgt für eine natürliche Stärkung des Körpers.

 

Ginsengpflanzen selbst ziehen

Neugierig geworden? Dann versuchen Sie es doch selbst auch einmal. Es gibt in Deutschland recht preiswert das originale Saatgut für den echten, koreanischen Ginseng zu kaufen. Eine Packung mit 100 Samen kostet ca. 10 Euro. Es ist vorsortierter und vorbehandelter Samen, dessen Keimfähigkeit garantiert wird. 
Den Samen zum Keimen und Treiben zu bewegen ist jedoch nicht ganz einfach. Erstaunlicherweise ist die Pflanze auf Fröste und Kälte angewiesen. Je kälter der Boden ist, desto wahrscheinlicher ist ein Treiben in der nächsten Warmphase. So kann es passieren, dass die Pflanze sich zwei Jahre Zeit lässt, bis sie denn endlich einmal Triebe und Wurzeln treibt. Man kann die Frostperioden auch durch die Tiefkühltruhe simulieren. Damit lassen sich die Samen meistens gut überlisten, um schon nach einem Jahr zu treiben. 
Das zarte, grüne Pflänzchen ist zwar ein Grund zur Freude, jedoch beginnen jetzt die Arbeit und die Geduld erst. Die Ginsengpflanze muss volle sechs Jahre lang gehegt und gepflegt werden – erst dann ist sie in voller Reife und hat das Maximum an Wirkstoffen. Man kann ihn zwar schon nach vier Jahren ernten, dann sind seine Wirkstoffe aber noch nicht ganz entwickelt. Samen trägt die Ginsengpflanze aber schon nach drei Jahren. Die Nachzucht ist damit recht einfach gehalten. 
Hält man aber die Geduld in Pflege und Versorgung aufrecht, hat man sich einen echten Goldbarren heran gezüchtet. Wenn die Preise stabil bleiben, kann man aus einer Zehn-Euro-Investition schnell einige Tausend Euro generieren, wenn man die nötige Geduld aufbringen kann. Weitere Informationen findest du hier.

 

Wie geht es weiter mit der Ginsengwurzel?

Der weltweite Bedarf an der Ginsengwurzel steigt ständig weiter an. Gegenwärtig herrscht in der Branche nach wie vor Goldgräberstimmung. Allerdings ist der Anbau der Ginsengwurzel auch eine große Herausforderung: Zur Entwicklung ihrer vollen Vielfalt an Wirkstoffen muss sie mindestens vier Jahre in der Erde bleiben. Die intensive Pflege und Betreuung macht sie deshalb so teuer. Dennoch: Größerer Bedarf bedeutet professionellere Anbaumethoden auf entsprechend größeren Feldern. Langfristig kann man deshalb mit einem Fallen der Preise rechnen. 

Ein Preisverfall in akzeptablere Sphären gilt vor allem für die fertig verarbeiteten Produkte. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Samen der Ginsengpflanze ebenso viele Wirkstoffe enthalten wie die Wurzeln. Es ist zur Herstellung von Ginsengprodukten deshalb bald nicht mehr unbedingt notwendig, die Wurzel heraus zu reißen und die Pflanze damit zu töten. Wenn die Verarbeitung der Ginsengsamen ebenso professionalisiert ist, wie es heute mit den Wurzeln schon der Fall ist, wird sich die verfügbare Menge deutlich erhöhen. Bis dahin vergeht aber noch etwas Zeit. 

Letzte Aktualisierung am 20.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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