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Ginseng| Was du vor dem Kauf wissen solltest!

Weißer und roter Ginseng | Gut für die Gesundheit | Dosierung | Wirkung | Nebenwirkung | Anwendung | Studie | Rezepte

Was ist Ginseng?

Ginsengwurzel wird in China seit mehr als 5.000 Jahren als Heilpflanze verwendet. In China, Korea und Japan gehört sie ganz natürlich zum Repertoire der Hausmittel, so wie in Europa Kamille, Salbei und Thymian nicht aus der Kräuterheilkunde wegzudenken sind. Die Wurzel gehört zu den am besten erforschten Heilpflanzen weltweit, sie soll das Immunsystem aufbauen, den Körper allgemein stärken, als Potenzmittel gilt sie und beruhigt die Nerven.

Gegen Erkältungskrankheiten, den Grippevirus, bei Übergewicht, Asthma, Heuschnupfen, Müdigkeit und Diabetes soll er helfen, und dabei hat er nur wenige Nebenwirkungen. Man unterscheidet allgemein zwischen der roten und der weißen Ginsengwurzel, wobei der weißen Variante eine höhere Wirksamkeit nachgesagt wird.

Botanik

Es handelt sich um die Pflanze Panax Ginseng, die zu der Familie der Araliengewächse gehört. Koreanischer Ginseng bzw. die Pflanze kommt hauptsächlich in den bewaldeten Gebirgsregionen des nördlichen Korea vor. Des Weiteren kommt sie auch im nordöstlichen China und im südöstlichen Sibirien vor. Dort wächst sie mit breiten, runden Blättern und roten Steinfrüchten klein und unscheinbar als krautige Pflanze von etwa 30 bis maximal 60 cm Höhe. Inzwischen wird die Ginsengpflanze allerdings zur Gewinnung von Arzneimitteln weltweit kultiviert. Für die Medizin ist lediglich die Wurzel der Pflanze interessant: Die ein bis zwei Bündel spindelförmiger oder zylindrischer Wurzeln der vier- bis siebenjährigen Pflanzen können geerntet werden.

Abhängig von der Behandlung nach der Ernte werden sie später als „rot“ oder „weiß“ bezeichnet.  Weiße Ginsengwurzeln werden direkt getrocknet und behalten dadurch ihre natürliche Farbe bei. Eine Behandlung mit Wasserdampf vor dem Trocknungsprozess führt zu roten Ginsengwurzeln. Für die Gesundheit bzw. gesundheitliche Wirkung relevant sind die in den Wurzeln enthaltenen Saponine.

Anbau

Die Ginsengpflanze benötigt etwa zwei Winter, um aus den Samen zu keimen. Der Anbau ist also eine eher langwierige Angelegenheit. Dazu kommen noch einmal (abhängig von der genauen Art, es gibt mehrere medizinisch wirksame Linsengarten) sechs Jahre, bis die Wurzeln ausreichend gewachsen sind und die Wirkstoffe in der erwünschten Menge gebildet haben. Die Waldpflanze gedeiht am besten in einem Umfeld, das der natürlichen Umgebung in Temperatur, Bodenbeschaffenheit, Luftfeuchtigkeit und Jahreszeitenwechsel entspricht, das Wachstum kann also im Gewächshaus nicht wesentlich beschleunigt werden.

Dazu kommt, dass die Felder nach der Ernte der Ginsengwurzeln bis zu zehn Jahren brachliegen müssen, damit sich der Boden erholt und eine neue Generation der Pflanzen gut und gesund wachsen  kann. Das hat seinen Preis – Ginsengwurzeln snd dementsprechend nicht eben kostengünstig. Und das gilt weltweit: Auch in den ärmsten Anbauländern kann er nicht unter anderen Bedingungen angebaut werden als in europäischen Kulturen, die Pflanzen benötigen dort die gleiche Zeit, um zu wachsen. Wenn Ginsengwurzeln also extrem kostengünstig verkauft werden, ist meist etwa faul an der Sache. Vor allem Menschen, die in Marokko, Tunesien oder der Türkei Urlaub machen, bringen kostengünstige angebliche Ginsengwurzeln mit, die scharf schmecken. Es handelt sich dabei in der Regel um recht teuer verkauften Ingwer. Denn echte Ginsengwurzeln sind bitter mit einem süßen Nachgeschmack, niemals scharf. Anders ist das Problem bei in Deutschland kostengünstig erhältlichen Ginsengpräparaten aus dem Drogeriemarkt gelagert: Diese Präparate enthalten tatsächlich Ginsengwurzel. Aber in einer so niedrigen Dosierung, dass sie praktisch nicht wirksam sein kann. Für eine optimale Wirksamkeit empfiehlt das deutsche Arzneibuch eine Dosis von etwa 1 bis 2 g Ginsengwurzel täglich.

Geschichte

Schon seit mehr als zwei Jahrtausenden ist der Ginseng in der chinesischen und koreanischen Geschichte als Heilpflanze bekannt. Etwas schriftliches über den Ginseng findet sich schon 40 Jahre vor Christus. Damals wurde berichtet, dass er den Geist erleuchtet und mehr Weisheit geben kann. Allgemein ging der Pflanze der Ruf voraus, dass bei regelmäßiger Einnahme, sich das Lebensalter erhöht. Diese Annahme gilt für Asien bis in das heutige Zeitalter. Die Heilkraft der Ginsengpflanze liegt in der Wurzel. Da die Wurzel des Ginseng oft einer menschlichen Gestalt ähnelt, soll dies ein Zeichen dafür ist, dass sie für den ganzen Körper des Menschen Heilkraft besitzt. Es wurde ihr auch einen positive Wirkung auf die sexuelle Potenz zugeschrieben. In China wurde er auch „Renshen“ genannt, was soviel wie menschenförmige Ginsengwurzel bedeutet.

Wilder Ginseng ist wertvoller als Gold

Die Ginsengpflanze kann bis zu 6o cm hoch werden. Sie wächst hauptsächlich in Mischwäldern und Laubwäldern, vorherrschend in China, Korea und im tiefen Süden Russlands. Als die Heilwirkung bekannt wurde, war es nur den Kaisern und hoch gestellten Personen erlaubt, Ginseng zu sich zu nehmen. Trotzdem kam es durch die Beliebtheit der Pflanze schnell fast zur Ausrottung. Der Preis für wilden Ginseng stieg stark an, bald wurde ihm nachgesagt, dass er teurer als Gold sei. In China stand das Abernten unter strengster Bewachung. Wilder Ginseng ist heutzutage zwar wieder besser zu finden, allerdings ist er immer noch in beschränktem Maße verfügbar. Deshalb ist der Preis doch noch sehr hoch.

Wann und wie kam der Ginseng nach Europa?

Arabische Seeleute brachten ihn zuerst nach Spanien. Allerdings maß man ihm damals keine Bedeutung zu. Die Holländer brachten ihn dann 1610 erneut nach Europa. Aber auch jetzt wurde seine Heilkraft in Europa nicht gesehen. Erst im 18. Jahrhundert erkannten die Menschen in Europa die Heilkraft dieser Wurzel und setzten sie ein. Die belebende Wirkung und die Steigerung des Wohlbefindens wurden zwar erkannt, doch es mussten weitere 200 Jahre ins Land gehen, bis die Heilkraft der Ginsengwurzel in der Medizin eingesetzt wurde. Heute ist Ginseng als Tablette, Tee oder Pulver bei uns fast in jedem Drogeriemarkt erhältlich. Doch im Vergleich zu Asien, insbesondere China, ist das Einsatzgebiet der Heilpflanze noch gering. Verwendet wird heutzutage natürlich kultivierter Ginseng, was aber der Heilkraft keinen Abbruch tut.

Wirkung

Ginsengwurzeln verfügen über zahlreiche Inhaltsstoffe mit beachtlichen Eigenschaften. Wertvolle Ginsenoside sind in konzentrierter Form in der äußeren Wurzelrinde vorhanden. Sie unterstützen das körpereigene Immunsystem durch ihre entzündungshemmende, blutdrucksenkende und krampflösende Wirkung. Koreanischer Ginseng enthält Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C und die Mineralstoffe Zink, Selen, Eisen und Mangan sowie Kalzium, Magnesium, Chrom und Phosphor. Ebenso zählen hochwertige Aminosäuren sowie ätherische Öle zu den Wirkstoffen. Aufgrund der Nährstoffkonzentration stellt Ginseng eine ideale Ergänzung zur alltäglichen Ernährung dar, um Defiziten vorzubeugen. Außerdem fördert die koreanische Ginsengwurzel die Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit. Ebenfalls wirken die Inhaltsstoffe einer chronischen Müdigkeit und Abgeschlagenheit entgegen. Regelmäßiger Konsum von Ginseng soll über einen vorbeugenden Effekt gegen Erkrankungen wie Krebs, Arteriosklerose und Diabetes sowie Leberleiden und Erkältungen verfügen. Er soll sogar gegen Asthma, Heuschnupfen und Übergewicht wirken und positiven Einfluss auf das Nervensystem sowie die Potenz haben. Mehr Info

Ginsengprodukte

Ginsengprodukte sind in zahlreichen Varianten auf dem Markt erhältlich. Sie stehen in unterschiedlichen Formen, Konzentrationen, Wirkungen und Preisen zur Verfügung. Ginseng kann als Suppe konsumiert oder als Zusatz in einem Kaffee oder Tee serviert werden. Sogar in Keksen und Bonbons ist Ginseng enthalten. Der einzigartige Wurzelextrakt kann ebenfalls als Kapseln, Tabletten oder Pulver erworben werden. Er ist außerdem in Shampoos, Cremes und Ölen enthalten. Die Wurzel findet auch gekocht, gebraten, gedünstet oder frittiert ihre Verwendung in der Küche.

F&Q

Ist Ginseng das gleiche wie Ingwer?

Nein! Bei Ingwer und Ginseng handelt es sich zwar um gesundheitlich extrem wertvolle Pflanzen, dennoch ist es nicht das gleiche Gemüse. Doch weißt du wie Ginseng aussieht? Vermutlich nicht. Ab und an kommt es also durchaus vor, dass Ingwer teuer als Ginseng verkauft wird. Doch der Geschmack ist nicht scharf, sondern bitter – ein bisschen wie Lakritze. Tipp: Achten stets auf das Ginsengetikett auf den Produkten.

Ginseng vs Ginkgo – Was ist der Unterschied?

Ginseng und Ginkgo wird wohl gerne aufgrund des ziemlich ähnlichen Namens verwechselt. Bei beiden Produkte finden ihren Zuspruch zudem in der traditionellen chinesischen Medizin. Dennoch sind sie sehr verschieden: Ginseng ist eine Pflanze, deren Wurzel weiterverarbeitet wird und Ginkgo ist ein großer Baum, dessen Blätter gerne als natürliches Heilmittel eingesetzt werden.

Gingko sorgt für eine verbesserte Hirndurchblutung, wodurch man sich wacher und fitter fühlt. Genauso wie Ginseng, welcher auch für mehr Motivation bei Antriebslosigkeit oder gar Depression sorgt.

Übrigens: Ginseng und Gingko können problemlos miteinander kombiniert eingenommen werden. Dadurch erhält der Körper quasi doppelt Motivation.

 

Ist Ginseng eine Droge?

Definitiv nein! Beim Ginseng handelt es sich um ein natürliches Heilkraut, dessen Wurzel viele Ginsenosiden beinhaltet, welche sich positiv und aufputschend auf den Körper auswirken. Dadurch können wir besser mit psychischen, chemischen und körperlichen Stressfaktoren umgehen.

Wo wächst wilder Ginseng in Deutschland/Österreich/Schweiz?

Ginseng kommt ursprünglich aus den Waldregionen im nördlichen Korea, China und dem südöstlichen Sibirien. Dort wächst der wilde Ginseng im Unterholz schattiger Wälder. Es gibt allerdings auch den sehr ähnlichen amerikanischen Ginseng, der in Teilen der USA und Kanada beheimatet ist. Für die Herstellung von medizinischen Produkten wird er weltweit kultiviert.

Wild lässt sich Ginseng in Deutschland, Österreich und der Schweiz allerdings nicht finden. Jedoch gibt es mittlerweile in Deutschland Europas eine erste Ginsengfarm.

Wie nimmt man Ginseng richtig ein?

Falls nicht anders verordnet, wird eine Tagesdosis von 1 bis 2 Gramm der getrockneten Ginsengwurzel täglich empfohlen. Doch informiere ich unbedingt über die Qualität des Ginsengs: Hierzulande werden oftmals minderwertige Produkte angeboten. Übrigens: In Korea und China sind weit höhere Dosierungen der Wurzel üblich, da er dort auch als normales Lebensmittel sehr beliebt ist. Die schnellste Wirkung erzielst du mit einem Extrakt aus Ginseng, da hier die größte Menge an Ginsenosiden enthalten ist.

Das natürliche Heilmittel sollte über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten eingenommen werden, damit sich die Wirkung auch richtig entfalten kann. Am besten ist, wenn du den Ginseng vor oder während dem Essen einnimmst. Falls du die darin enthaltenen Bitterstoffe allerdings nicht verträgst, eher danach.

Tipp: Ginseng aktiviert und bringt den Körper auf Hochtouren – Die besten Ergebnisse erzielst du also, wenn er morgens und nach dem Mittagessen eingenommen wird. Du bist eine Nachteule? Dann würde sich natürlich auch eine relativ späte Einnahme auszahlen.

Welche Inhaltsstoffe hat Ginseng?

Das Heilmittel ist voll an natürlicher Wunderstoffe, die für die unglaubliche Wirkung der Wurzel verantwortlich sind. Bis heute wurden in etwa 150 unterschiedliche Substanzen darin entdeckt, von denen die wichtigsten mit Sicherheit die Ginsenoside sind. Hierzulande müssen alle Ginsengprodukte übrigens mindestens 1,5 % Ginsenoside enthalten. Sie sind die Hauptwirkstoffe und sorgen für die Qualität der Kapseln, Tabletten odes des Extrakts.

Ginseng enthält zudem noch wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Magnesium, Kalium und Kalzium. Außerdem überzeugt die Wurzel noch dank der enthaltenen Spurenelemente wie Zink, Mangan, Selen und Eisen. Vitamin B, ätherisches Öl, Fette, Zucker und wertvolle Aminosäuren sind für die aufputschende Wirkung auf den Körper mitverantwortlich.

Ginseng & Kaffee – Verträgt sich das?

Laut Meinung der Chinesen: Nein! Koffein sowie Milch und andere Milchprodukte sind für die Wirkung von Ginseng nicht wirklich förderlich. Auch bei der Einnahme von blutgerinnungshemmenden Mitteln oder bei Erkältungen rät die traditionelle chinesische Medizin von der Einnahme der Wunderwurzel ab.

Dennoch gibt es kreative Kaffeemischungen, die mit einem Ginsengaroma bei Kaffeeliebhabern für Begeisterung sorgen sollen. In diesem Kaffee ist das Extrakt der Wurzel gegeben, in welchem sogar die Wirkung von Ginseng sich entfalten kann. Die Kombination aus Koffein und dem vitalisierenden Ginseng sorgt für eine natürliche Stärkung des Körpers.

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