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Anwendung

Roter Ginseng bzw. rote Ginsengpräparate werden traditionell langfristig eingenommen, um Erkältungs-Krankheiten und der Grippe vorzubeugen. Die Präparate werden einmal täglich eingenommen, ein Zeitraum von wenigstens vier Wochen scheint das Immunsystem so weit zu stärken, dass es die Viren entweder schon im Anfangsstadium abwehren kann oder der Krankheitsverlauf sehr viel leichter ist dank gemilderter Symptome.

Eine vierwöchige oder längere Einnahme konnte auch die Befindlichkeit von Menschen mit Heuschnupfen und allergiebedingtem Asthma verbessern und ihre Symptome lindern. Präparate aus der roten Ginsengwurzel wurden und werden erfolgreich zur Gewichtsreduzierung eingesetzt. Das enthaltene Ginsenosid Rg3 verursacht, dass Zellen weniger Fett einlagern. Generell werden eher Präparate aus der roten Ginsengwurzel für Medikamente und als Nahrungergänzungsmittel verwendet. Die landläufige Meinung ist, dass sie mehr an wirksamen Stoffen enthalten, aber tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Weiße Ginsengwurzel enthält mehr als das doppelte an medizinisch wirksamen Stoffen.

Es handelt sich übrigens bei beiden Arten um die Wurzel der gleichen Pflanze. Weiß wird die Wurzel, wenn sie nach der Ernte geschält, gebleicht und getrocknet wird. Rot wird sie, wenn sie nach der Ernte mit Wasserdampf behandelt und dann erst getrocknet wird. Es scheint, als würden sich die wirksamen Bestandteile mit dem Wasserdampf zum Teil verflüchtigen oder zerfallen. Einige Ginsengzüchtungen erlauben sogar die Verwendung in der weißen Variante ohne vorheriges Schälen und Bleichen. Dieser ist besonders wirksam, weil gerade die Schale viele der so wertvollen Saponine enthält.

Relativ naturbelassen ist die Ginsengwurzel, wenn getrocknete Teile davon als Scheiben oder Pulver verkauft werden. Auch als Nahrungsmittel, beispielsweise in der Suppe oder frittiert, ist die Wurzel noch naturbelassen. Ginsengpräparate in Tablettenform, als Pulver mit anderen Substanzen gemischt oder in Tropfen gelöst können extrem hoch oder extrem niedrig dosiert sein. Die Anwendung sollte in diesem Fall wirklich nur nach Rücksprache mit dem Arzt und nach Herstellerangaben erfolgen.

Ginsengprodukte

In welcher Form die Heilpflanze überhaupt eingesetzt wird, hängt stark davon ab, was sie bezwecken soll. Daher gibt es in China, Japan und Korea sehr viele ginsenghaltige Produkte, die ganz unterschiedlich sind im Gehalt, der Einnahme und die Wirkungen. So werden beispielsweise die getrockneten Wurzeln der Ginsengpflanze in Japan gemahlen und als Pulver angeboten, das in heißem Wasser gelöst und mit Honig gesüßt ein Stärkungsmittel ergibt. Als Zusatz von Tees und Kaffee soll das Ginsengpulver beruhigend wirken. Aber auch kandiert als Süßigkeit, gekocht als Suppeneinlage und mit Alkohol aufgesetzt als Schnaps werden Stücke der Ginsengwurzel verkauft.

Aus der Pflanze werden in Südkorea Bonbons und Kekse hergestellt, die Wurzel wird in Soju, einem alkoholischen Getränke, eingelegt. Frittiert und mit Sirup versetzt werden deftige Leckereien daraus.

Wo kaufen?

Du hast Interesse daran, Ginseng zu kaufen? Dann solltest du unbedingt Wert auf die hochwertige Qualität der Produkte und die richtige Bezeichnung auf der Verpackung achten. Mittlerweile findet man in vielen Shops unterschiedlichste Ginseng-Produkte. Dies macht es schwer, die richtigen Produkte zu finden. Ob Onlineshop, Apotheke, Reformhaus – ja sogar Supermärkte führen mittlerweile eine Vielzahl an Ginseng-Präparaten. Achte bei allen Produkten stets auf die Dosis des Ginsengs. Empfohlen werdens übrigens solche, auf denen die Bezeichnung “Panax Ginseng” enthalten ist. Die Wurzel ist übrigens in folgenden Formen erhältlich:

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Extrakt

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Granulat

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Kapseln

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Dragees

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Kautabletten

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Pastillen

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Ampullen

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Tonikum

Neben all diesen oben erwähnten Formen, kann Ginseng auch Bestandteil unserer normalen Ernährung sein.

Übrigens: Unbehandelter Ginseng hat eine bessere Wirkung als verarbeiteter. Während die jungen Wurzeln roh geknabbert werden können, ist es auch möglich, das Gemüse zu dünsten, kochen, braten oder sogar zu frittieren.

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Probiere doch einmal Ginseng in Gerichten mit Reis, Hähnchen, Suppen oder Getränken aus – so wie es in asiatischen Ländern oftmals auf den Tisch kommt. Ganz Experimentierfreudige können Ginseng in Cocktails, Saucen, Desserts oder Kuchen beimengen.

Ginseng – Formen und Variationen

Ginseng gibt es mittlerweile in zahlreichen Formen und Variationen. Zudem wird zwischen dem roten und dem weißen Ginseng unterschieden. Dabei handelt es sich allerdings lediglich um unterschiedliche Verarbeitungsweisen. Der weiße Ginseng wird getrocknet, wodurch er seine Farbe beibehält. Damit die rote Farbe entstehen kann, wird die Wurzel zunächst im Wasserdampf behandelt und dann getrocknet. Neben der unbearbeiteten Variante und als Tee, gibt es die Wurzel auch schon als Kapsel, Extrakt, Granulat oder sogar als Ampulle. Wir stellen Ihnen heute die gängigsten Formen vor:

Ginseng-Kapseln

Bei der Einnahme von Ginseng mittels Kapseln, handelt es sich wohl um einer der beliebtesten Formen. Die Kapseln sind im Normalfall mit einem Pulver aus der Ginseng-Wurzel oder aus Ginseng-Trockenextrakten gefüllt. Der große Vorteil daran liegt in der Verzehrbarkeit der Ginseng-Kapseln: Sie lassen sich einfach dosieren und konsumieren. Die Kapseln sind vor allem für Personen geeignet, die den doch etwas bitteren Geschmack von Ginseng nicht mögen und nicht ständig frischen Ginseng besorgen wollen.

 

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Tipp: Die Einnahme von Ginseng in der Form von Kapseln ist zwar einfach, dennoch solltest du unbedingt die Einnahmeempfehlungen der Hersteller beachten. Dabei handelt es sich in der Regel um 1 bis 4 Kapseln am Tag.

Dragees mit Ginseng

Die Ginseng-Dragees enthalten gepresstes und überzogenes Ginseng. Die Dragees bieten dabei die gleichen Vorteile wie die Kapseln: Die darin enthaltenen Stoffe können problemlos ihre Wirkung entfalten, ohne dabei einen bitteren Beigeschmack abzugeben.

Ginseng-Extrakt und Extraktpulver

Mit dem Ginseng-Extrakt beziehungsweise Extraktpulver, nimmst du dir die konzentrierte Form der Wirkstoffe. Dafür wird die Wurzel dann mit Wasser oder sogar Alkohol vermischt, mehrere Wochen eingelegt und daraufhin erhitzt. Dadurch gehen die Wirkstoffe vom Ginseng in das Extraktionspulver über. Die Masse wird letztendlich getrocknet und im Anschluss pulverisiert.

Das Extrakt ist beliebt, da der Verbraucher die Möglichkeit hat, die Dosis nach seinen eigenen Vorlieben zu steuern. Auch die Aufnahme ist ihm komplett überlassen: In einer Flüssigkeit, über Speisen oder im Smoothie – Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Ginseng-Granulat

Ein dauerhaft haltbares Produkt – Nicht nur deshalb ist das Ginseng-Granulat bei vielen Menschen beliebt. Ginseng-Extrakt wird dafür mit Traubenzucker und Milchzucker gemischt, getrocknet und dann zu einem Granulat verarbeitet. Das Ginseng-Granulat eignet sich ideal für Tee: Dafür einfach zwei zwei Löffel des Granulats in heißem Wasser auflösen. Das Granulat schmeckt übrigens vorzüglich in Zitronentee!

Ginseng Pastillen und Kautabletten

Die Pastillen und Kautabletten aus Ginseng sind ein praktisches Aufputschmittel für unterwegs. Die Wirkstoffe können durch das Lutschen und Kauen direkt über die im Mund enthaltenen Schleimhäute in unseren Blutkreislauf eindringen und dadurch schneller wirken.

 

Ginseng-Tonikum & Ginseng-Likör

Hast du schon einmal Ginseng in Form von Schnaps und Likör ausprobiert? Okay, ob diese jetzt tatsächlich unsere Gesundheit fördern, sei nun mal dahin gestellt. Denn einerseits weisen diese einen extrem hohen Alkoholgehalt auf und der Anteil an Ginseng ist nur zu einem Bruchteil vorhanden. Doch vielleicht kennst du ja das ein oder andere Cocktail-Rezept, dem der typische Ginseng-Geschmack die gewisse Note verleihen könnte.

 

Ginseng-Ampullen

Die Ampullen sind mit hochkonzentriertem Ginseng gefüllt. Vor allem in anstrengenden Situationen oder an Tagen, an denen man einfach am liebsten im Bett geblieben wäre, stellen die Ginseng-Ampullen einen extrem guten Helfer dar.

Ginsengtee

Der wichtigste Punkt beim Kauf von Ginseng-Tee, ist der Anteil an Ginsenosiden im Produkt. Solange der Tee mindestens 1,5 Prozent Ginsenoside enthält, kannst du nichts falsch machen. Besteht der Ginseng-Tee aus weniger als 1,5 Prozent Ginsenosiden, wirkt er nicht mehr entzündungshemmend und kann somit nicht seine volle Wirkung entfalten.

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Übrigens: Neben den Anteil an Ginsenosiden ist auch die regelmäßige Einnahme des Ginseng-Tees von Bedeutung! Nur wenn du den Tee täglich über mehrere Wochen trinkst, kann er auf deinen Körper und deine Gesundheit zuverlässig wirken.

Zubereitung & Wirkung

In Asien gilt Ginseng-Tee seit jeher nicht nur als leckeres Heißgetränk. Der Tee wird auch gerne als natürliches Heilmittel in der chinesischen Medizin eingesetzt. Das Gemüse stärkt unsere Körper und schenkt uns viel Energie bei Müdigkeit und Antriebslosigkeit.

Und das beste: Ginseng-Tee ist noch dazu leicht in der Zubereitung. Einfach den Ginseng in Scheiben oder Stücke schneiden und mit kochend heißem Wasser übergießen. Dies lässt man dann für 5 bis 10 Minuten Ziehen. Für die Entfaltung der Wirkung des Ginseng-Tees, wird die Einnahme von 1 bis 3 Tassen täglich über einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen empfohlen. Du kannst übrigens auch auf fertigen Tee zurückgreifen; hier ist nämlich eine standardisierte Dosierung gegeben.

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Tipp: Ginseng-Tee wird vor allem in den Monaten im Frühjahr und Herbst empfohlen. Damit kannst du Erkältungen vorbeugen und sich vor Bakterien schützen. Außerdem wirkt sich der Tee positiv auf Ihren Stoffwechsel und die Verdauung aus und wirkt somit entschlackend.

Ätherisches Öl

In Summe lässt sich sagen, dass nicht nur ein Inhaltsstoff für die unglaubliche Wirkung von Ginseng zuständig ist. Die Kombination aller Stoffe ist für die gesundheitsfördernde Wunderkur verantwortlich. Ginseng enthält außerdem unter anderem ätherische Öle, Peptide, Fettsäuren und zahlreiche Mineralstoffe.

Die 0,05 % an ätherischen Ölen, die im Ginseng enthalten sind, beinhalten 200 unterschiedlichste Einzelstoffe, auch Polyazetylene genannt. Diese wirken zum Beispiel gegen Tumorzellen, sorgen für ein besseres Fließen des Bluts und verhindern damit, dass Blutplättchen verkleben, was im schlimmsten Fall sogar zu einem Schlaganfall oder gar Herzinfarkt führen könnte.

Rezept

Wie bereits erwähnt, ist Ginseng vor allem in der chinesischen Küche beliebt. Während der weiße Ginseng leicht bitter schmeckt und dabei sogar ein wenig an Lakritze erinnert, hat der rote einen strengeren Geschmack. Hier ein Rezept für ein leckeres Reisgericht mit Ginseng:

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Reisgericht mit Ginseng

Du benötigst:

 

 200 g gekochten Sushi-Reis

2 Stück Ginseng-Wurzeln oder 4 Packungen Ginseng-Teepulver

125 ml Wasser

4 Stück getrocknete Datteln

4 Stück geschälte Maroni

Salz

  1. Schneide den Ginseng in dünne Scheiben und lasse diese mit Wasser 1 Stunde köcheln.
  2. Gib die übrigen Zutaten dazu und lasse dies 30 Minuten kochen. Öfters durchrühren.
  3. Mit Salz abschmecken und anrichten. Mahlzeit!

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