Nebenwirkung

Nicht ganz frei von Nebenwirkungen

Obwohl die Ginsengwurzel als frei von Nebenwirkungen beschrieben wird, ist sie das nicht. Wie jedes andere Heilmittel kann auch Ginseng Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hervorrufen. Bei bestimmten Krankheiten kann es sogar bei normaler Einnahmedosis zu einer bestimmten Nebenwirkungkommen. Da es belebend wirkt, solltest du es auf keinen Fall abends einnehmen, das kann zu Schlafstörungen führen. Es kann vorkommen, dass du auf ein Ginseng Präparat allergisch reagierst, dann solltest du das Mittel sofort absetzen. Bei einigen Menschen verändern die Präparate die Zusammensetzung des Blutes, so dass Wunden nicht so schnell verkleben, das Blut insgesamt weniger eindickt und nicht mehr so zähflüssig ist.

Vor Operationen und chirurgischen Eingriffen sollten Ginsengpräparate also rechtzeitig abgesetzt werden. In China und Korea wird die Ginsengwurzel daher auch als Blutgerinnungshemmer eingesetzt. Manche Menschen beschrieben des weiteren, dass ihr Stoffwechsel sich während der Einnahme von Ginsengpräparaten veränderte. Diabetesmedikamente und Herzmedikamente mussten anders, in der Regel etwas niedriger, dosiert werden. In einigen Fällen berichten Menschen von Durchfall, Überreiztheit, Bluthochdruck, Nervosität, Übelkeit, Schweißausbrüchen und Zwischenblutungen unter Einfluss von Ginsengpräparaten. Da bislang völlig unbekannt ist, welche Bestandteile der Ginsengwurzel in welcher Konzentration, wie und vor allem warum und unter welchen Begleitbedingungen überhaupt vom Körper aufgenommen werden, sind vor allem hochdosierte Ginsengpräparate eher mit Vorsicht und unter ärztlicher Begleitung anzuwenden.

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Bei folgenden Krankheiten ist bei Ginseng Vorsicht geboten

Wer Diabetes hat und Medikamente einnimmt, der muss bei Ginseng vorsichtig sein. Es kann zu einer Wechselwirkung mit den Diabetikermedikament kommen. Deshalb vor der Einnahme des Heilmittels immer zuerst den Arzt fragen. Dasselbe gilt bei Bluthochdruck. Durch die belebende Wirkung von Ginseng, kann es zu mehr Bluthochdruck kommen. Wer Blutgerinnungsmittel einnehmen muss, der sollte Ginseng nicht einnehmen, da die Wirkung der Medikamente durch Einnahme von Ginseng herab gesetzt werden kann. Nimmst du Östrogenmedikamente oder Cortison ein, dann ist Vorsicht geboten, die Wirksamkeit kann erhöht werden. Prinzipiell gilt aber, dass Medikamente, die chronisch eingenommen werden, bei gleichzeitiger Einnahme von Ginseng in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt werden können. Bei zu hoher Dosierung von Ginseng kann es sogar zu Magen-Darm Beschwerden, zu Durchfall oder zu vermehrten Kopfschmerzen kommen. Bei Schwangerschaft solltest du kein Ginsengpräparat einnehmen, da es keine aussagekräftigen Ergebnisse gibt, ob die Einnahme schädlich sein kann.