Ginseng Wirkung | Potenz | Blutdruck | Gesund | Studie

Die Ginsengwurzel hat eine recht interessante Form: Sie sieht fast aus wie ein kleiner Wurzelmensch. An der etwas dickeren und längeren Hauptwurzel wachsen dünnere Wurzelstränge, die sich vielfach verzweigen und so ein bisschen an den menschlichen Körper mit seinen Gliedmaßen erinnern. Diese eigenartigen Formen inspirierten und faszinierten die Menschen wohl schon früh, so dass der Wurzel in China bereits vor mehr als 5.000 Jahren Heilkräfte nachgesagt wurden. In der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) wird die Ginsengwurzel heute noch verwendet, und in Asien ist die Ginsengpflanze allgemein bei Erkältungs-Krankheiten ein beliebtes Mittel.

Bei Herzerkrankungen wird die Wurzel zur Stärkung eingesetzt, und bei Diabetes Typ II soll sie ebenfalls wirken. Erwiesen ist zumindest, dass der Verzehr der Wurzel einen regulierenden Einfluss auf den Blutdruck hat, der bei manchen Menschen dadurch erhöht wird, bei anderen sinkt er. Die geistige Leistungsfähigkeit soll mit Einnahme von Ginsengpräparaten steigen. Das betrifft sowohl die Reaktionsgeschwindigkeit als auch die allgemeine Wachheit und Konzentration. In Kombination mit Ginkgo wird die Wurzel zur Steigerung der Lernfähigkeit und der Gedächtnisleistung genutzt. Die Wirkung auf das innere Gleichgewicht und das allgemeine Wohlbefinden wird übrigens vor allem von Frauen geschätzt: Die Probleme, die in der Menopause einsetzen, sollen durch die Einnahme von Ginsengpräparaten oder einfach durch die Integration von Ginsengwurzeln in den täglichen Speiseplan abgemildert werden.

 

Wirkung

Viele Präparate der chinesischen Kräutermedizin zeigen auf eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit im sportlichen und sexuellen Bereich ab, und bei vielen davon konnte die Wirksamkeit bislang eindeutig widerlegt werden. Wie ist das bei der Ginsengwurzel? Die körperliche Leistungsfähigkeit, Ausdauer und Präzision der Bewegungen sowie die Kraft steigt laut Angaben von Athleten, weshalb asiatische Ginsengpräparate von Sportlern gerne eingenommen werden. Studien unter Laborbedingungen kamen in diesem Fall allerdings zu eher gemischten Ergebnissen.

Besser nachgewiesen werden konnte dagegen der positive Effekt von Ginsengpräparaten aber körperlichem und geistigem Stress: Die Wurzel wird hier erwiesenermaßen zu Recht eingesetzt. Und nicht zuletzt gilt die Ginsengwurzel als Wundermittel bei Erektionsproblemen und Störungen in der Produktion von Sperma. Die Präparate sollen nicht nur die Lust anregen, sondern tatsächlich die Anzahl und Mobilität von Spermien verbessern und dazu noch zu vermehrten, längeren und von der Qualität her bzw. qualitativ besseren Erektionen führen. Welche Inhaltsstoffe diese Wirkung generierten, warum die an der Studie teilnehmenden Männer auf die Ginsengpräparate ansprachen und auf andere Präparate und Placebos nicht, ist nicht geklärt. Hochkonzentrierte Ginsengpräparate sollen auch die Libido und die Fruchtbarkeit von Frauen stärken.

Ein Krebsmittel?

Man sagt der Ginsengwurzel nach, dass sie für einige Krebsarten (nicht alle) das Risiko der Erkrankung senken soll. Nachgewiesen werden konnte das bislang nicht, weil an der Entstehung von Krebszellen einfach zu viele Faktoren beteiligt sind, um eine eindeutige und dazu noch aussagekräftige Studie durchzuführen. Sicher scheint aber, dass unter der Einnahme von Ginsengpräparaten bei einigen Menschen das Tumorwachstum stark verlangsamt oder sogar komplett aufgehalten wurde. Warum das so ist, warum es nur bei manchen Menschen so ist und nicht bei allen, und welche anderen Einflüsse dazu kamen, konnte bislang nicht geklärt werden.

Bei Erkältung 

Ginseng ist gut bei einer regelmäßigen Einnahme gegen Erkältung. Dies vor allem, weil es belebend und stärkend für die Abwehrkräfte wirkt. Wer einen gesunden Lebensstil pflegt und ergänzend etwas Ginsengextrakt konsumiert, der erkrankt ganz einfach seltener an einer Erkältung

Was ist jedoch, wenn Schnupfen und Husten zugeschlagen haben? Auch in der akuten Phase kann Ginseng helfen, die Symptome zu lindern und die Rekonvaleszenz etwas abzukürzen. Die Weisheit „Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage“ stimmt im Großen und Ganzen durchaus. Dennoch kann Ginsengextrakt durch seine belebende und vitalisierende Wirkung dabei helfen, sich in der Zeit nicht zu fühlen wie ein geprügelter Hund.

Doch Vorsicht – auch mit gelinderten Beschwerden muss eine Erkältung immer voll und nachhaltig aus kuriert werden! Die Einnahme von Ginseng ist kein Freibrief dafür, verfrüht wieder zur Arbeit zu gehen. Die „übergangene Erkältung“ kann sich böse rächen – eine Schwächung des Herzmuskels , die bis zum Herzinfarkt führen kann, ist eine mögliche Folge. Darum: Die Beschwerden mit Ginsengextrakten zu lindern ist sinnvoll – dennoch muss die vollständige Ausheilung abgewartet werden, bevor man sich wieder in die Arbeit stürzt.

Die Wirksamkeit von Ginseng bei Erkältung ist inzwischen auch zweifelsfrei wissenschaftlich bewiesen worden. In einer Laborstudie von Sang-Moo Kang von der George State University aus dem Jahr 2014 hat sich gezeigt, dass infizierte Lungenzellen sich wesentlich langsamer unter dem Einfluss von Ginsengwirkstoffen verändern. Die Ausbreitung der Krankheit wurde damit verzögert. Darauf folgte eine Studie mit Tierversuchen an Ratten. Auch hier hat sich gezeigt, dass die mit Ginsengextrakten behandelten Tiere deutlich schneller von einer Erkältung wieder gesund wurden, als unbehandelte Tiere. Schließlich wurde auch ein mehrjähriger Versuch per Doppelblindstudie an Menschen durchgeführt. Hier kam man zum Ergebnis, dass Ginseng

– Infektionen verzögert
– Krankheitsverläufe abmildert
– Neuerliche Erkältungen verhindern kann.

Der besondere Vorteil von Ginseng ist, dass er bei jeder Variante des Influenza-Virus gleichermaßen wirkt. Der Grippevirus hat die unangenehme Eigenschaft, sich ständig zu verändern. Darum kommen jedes Jahr neue Mittel zur Grippe-Impfung auf den Markt. Eine endgültige Grippe-Impfung wird es deshalb nach heutigem Wissensstand niemals geben. Doch mit Ginsengpräparaten kann man der nächsten Erkältung gelassen entgegen sehen. Dessen Wirkstoff bekämpft jede Form der Influenza gleichermaßen wirksam.

 

Ginseng zum Anti-Aging

Die beschriebene Östrogen-ähnliche Wirkung von Ginseng macht ihn auch als Anti-Aging Mittel sehr wirksam. Das Besondere daran ist, dass er sehr stimulierend auf sämtliche Drüsen wirkt. Das gilt für die Hypophyse ebenso wie für die Schilddrüse oder die Bauchspeicheldrüse. Auch die Talgdrüsen der Haut werden durch Ginseng angeregt, was ein Austrocknen der Oberhaut verhindert. Alles zusammen ist Ginseng damit schon ein Garant gegen das altern. Wenn dann noch aktiv durch Sport und gesunde Ernährung alles getan wird, um den Körper gesund und fit zu halten, dann kann man mit 70 durchaus noch so aussehen wie andere Menschen mit 50.

Bei Stress, Müdigkeit und Depression

Depressive Verstimmungen, Frühjahrsmüdigkeit oder ein permanenter, innerlicher Stress – wir alle kennen diese Erschöpfungszustände. Unser Körper ist in sehr heiklen Situationen in ständiger Alarmbereitschaft und bildet dadurch Stresshormone. Je länger wir unter Stress stehen, desto mehr Hormone werden produziert. Diese könnten dann für Hautprobleme, Magengeschwüre oder gar Burn-out sorgen. Zudem ist unser Immunsystem geschwächt, wodurch wir für viele weitere Krankheiten anfälliger sind.

Ginseng stellt ein natürliches Wundermittel dar, dass dich dabei unterstützt, mit solchen Stresssituationen klar zu kommen. Denn Ginseng stellt das Gleichgewicht unseres Körpers wieder her. Die Wirkstoffe in der Wurzel stärken unser Hormon- und Immunsystem, wodurch wir besser mit Stress umgehen können und Viren keine Chance bei uns haben. Ein Tässchen Ginseng-Tee in stressigen Phasen kann dafür sorgen, dass die Alarmbereitschaft in uns verzögert wird und wir dadurch stressresistenter sind.

Viel beschäftigte Unternehmer, generell stressanfällige Menschen oder diese ständige, innerliche Unruhe. All das sind Faktoren, die zu Erschöpfung und Ermüdung führen können. Auch hier kann Ginseng Abhilfe schaffen, indem er unsere körperliche Leistungsfähigkeit unterstützt. Ob Student, Manager oder Hausfrau: Konzentration und Aufmerksamkeit ist bei allen gefragt. Das Wundermittel löst Erschöpfungszustände und kämpft dadurch gegen Müdigkeit an. Ginseng stellt also einen verlässlichen und vor allem natürlichen Energiespender dar. Als Alleskönner passt er sich dem jeweiligen Gemütszustand an: In stressigen Situationen löst er unsere Anspannungen; bei extremer Müdigkeit verhilft uns Ginseng zu neuen Energien und Motivation. Es hält sich also die Waage!

Doch manchmal ist es leider zu spät und man schlittert unbemerkt in Depressionen. Scheint zunächst alles anstrengend und Grau in Grau, so kann Ginseng auch hier für Lichtblicke sorgen. Ginseng ist ein natürliches Antidepressivum, welches sogar unsere Ängste reduzieren kann und bei depressiven Patienten für Tatendrang sorgt. Verschiedene Saponine, die im Ginseng enthalten sind, erzielen diese Effekte. Wichtig ist dabei, das Wundermittel über einen längeren Zeitraum täglich einzunehmen, um eine optimale Wirkung zu erreichen.

 

Für Haut und Haar

Auch auf unser Aussehen kann Ginseng wahre Wunder bewirken: Es wirkt auf Haut und Haar verjüngend. Ginseng regt einerseits das Wachstum unserer Zellen an, wodurch unsere Wundheilung gefördert wird und der Prozess der Hautalterung verzögert wird. Ginseng ist also ein natürliches Anti-Aging-Mittel, welches für mehr Spannkraft und ein wunderschönes Hautbild sorgt. Des Weiteren hilft die Wurzel auch bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Akne oder sogar Neurodermitis.

Im Sommer hat sich die beruhigende und heilende Wirkung von Ginseng bei Sonnenbränden und Insektenstichen bewährt. Hier sorgt Ginseng in Form von Lotions, Cremes oder als Salbe für eine rasche Abhilfe.

Neben den medizinischen Gründen, wird Ginseng seit tausenden von Jahren von den Chinesen für Haut und Haar eingesetzt. Nimmt die Wachstumskraft unserer Haare und Nägel im Alter ab, so nimmt leider auch der Haarausfall zu. Dem kann erfolgreich mit Ginseng entgegengewirkt werden: Denn wie bereits erwähnt, hilft Ginseng dem Körper dabei sich erfolgreich an Stress anzupassen. Und bei Stress handelt es sich um einen der Hauptfaktoren für Haarausfall.

 

Bei Asthma und Heuschnupfen

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf bestimmte Reizstoffe in Form von Pollen. Diese werden vom Immunsystem als fremde Organismen identifiziert, immerhin hat jede Polle eine eigene DNA. Der Heuschnupfen ist nur eine erhebliche Überreaktion, da die Pollen mit Viren oder Bakterien verwechselt werden. Die initiale Reaktion des Körpers ist eine massive Ausschüttung von „Histaminen“. Das sind Stoffe, welche die Abwehrkräfte des Körpers in starke Aktion bringen. Neben brennenden und tränenden Augen sind heftige Niesanfälle oder verengte Bronchien die übliche Allergie-Reaktion auf Pollen. Bei Heuschnupfen haben sich die natürlichen Ginsengwirkstoffe bereits besonders bewährt. Sie schützen zudem die Schleimhäute und verhindern ihre Austrocknung. Aufgüsse oder Tees mit Ginsengpulver sind daher als „Brückenpräparat“ besonders empfehlenswert. Sie sollten so lange wie möglich eingenommen werden. Erst wenn es nicht mehr anders geht, kann auf die chemisch-pharmazeutischen Präparate zurück gegriffen werden. Dies hat auch den Vorteil, dass sich der Körper nicht so schnell an die chemisch-pharmazeutischen Varianten gewöhnt.

 

Gegen Mundgeruch

Mundgeruch ist ein unangenehmes Symptom für viele Beschwerden. Neben den akuten Zahnerkrankungen wie Karies oder Parodontose sind es vor allem Störungen der Mundschleimhaut oder eine ernsthafte Mageninfektion die Ursache dafür sein. Auch entzündete und vereiterte Mandeln sind ein häufiger Grund für schlechten Atem. Sollten sich die Symptome also nicht durch eine professionelle Mundhygiene beseitigen lassen, muss in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden. Liegt aber eine eindeutige Diagnose vor, kann die Einnahme von Ginseng bei der Genesung helfen. Vor allem bei der Behandlung des „Helicobacter Pylori“, einem Bakterium das sich in der Magenschleimhaut fest setzt, hat sich Ginseng als sehr hilfreich erwiesen. Das „Helicobacter Pylori“ ist ein erst vor ca. 20 Jahren entdecktes Bakterium, das für einen Großteil der Magengeschwüre verantwortlich ist. Es lässt sich heute gut medikamentös behandeln und man kann sich sogar dagegen impfen. Jedoch ist der Körper für die Zeit nach der Initialbehandlung geschwächt. Das Breitband- Adaptogen Ginsengextrakt kann hier dem Körper helfen, die notwendige Kraft für eine schnelle Genesung frei zu setzen.

 

Schützt die Leber

Die Leber ist nach Haut und Lunge das dritt größte Organ im Körper. Es füllt annähernd 1/3 des Bauchraums aus und hat viele wichtige Aufgaben. Seine primäre Funktion ist die Speicherung und Reinigung von Blut und Lymphe. Als „Perfusionsorgan“ ist die Leber auf einen permanenten Durchstrom vom Blut angewiesen. Sobald das Blut zu stocken beginnt, kann es sich fest setzen und Thromben bilden.

Der Feind Nummer 1 der Leber ist der Alkohol. Der Spruch „Würde die Leber Schmerz empfinden, würde man bei jedem Schluck Wein weinen“ stimmt leider. Jeder Tropfen Alkohol schädigt die Leber so stark, dass sie einige Tage für die Selbst-Reparatur braucht. Das kann sie allerdings sehr gut, darum dauert es so lange, bis eine Leber durch übermäßigen Konsum von Alkohol krank wird.

Der Feind Nummer 2 der Leber ist Fett. Es lagert sich in der Leber ein und vergrößert sie immer mehr. Die eigentlichen Leberzellen werden dadurch immer mehr verdrängt, bis das wichtige, Blut reinigende Organ seine Arbeit nicht mehr ausführen kann.

Das macht den Zucker zum indirekten Feind Nummer 3 der Leber. Die Leber ist das einzige Organ, welches Zucker über einen bestimmten Zeitraum einlagern kann. Bevor ein Körper in die Fettverbrennung geht, leert er zunächst den Glukose-Speicher in der Leber.

Extrakte aus Ginsengwurzeln oder -beeren sind hier eine hoch wirksame Allzweckwaffe. Eine Ginsengbehandlung kann

– helfen Alkohol schneller ab zu bauen
– wirkt senkend für Blutzucker
– wirkt Cholesterin senkend – also senkend auf die Blutfettwerte

Das macht Ginsengextrakte zu einem hoch wirksamen Therapeutikum für die Leber. Neben seiner Bindekraft für Blutzucker und Blutfett, wirkt die Heilpflanze auch aktivierend: Die Regeneration der Leber wird deutlich beschleunigt und die Selbstheilungskräfte des Organs in Schwung gebracht. Gegenanzeigen liegen eigentlich nur vor, wenn zu der Lebererkrankung auch eine Diabetes dazu kommt. Die Blutzucker senkende Wirkung von Ginsengextrakten ist so stark, dass sie das Einstellen von der externen Vergabe von Insulin komplizierter macht. Darum muss eine Einnahme von Ginsengpräparaten bei Diabetes unbedingt mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden.

Darüber hinaus wirken die Ginsengwirkstoffe stark verdünnend auf das Blut. Dünneres Blut fließt leichter durch die Leber und unterstützt sie dabei bei ihrer Funktion, es zu reinigen. Außerdem wird damit den gefürchteten Thromben, also Verstopfungen, vorgebeugt.  

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Tipp: Nach zu viel Bier, Wein und Gin solltest du dir einen Ginsengtee genehmigen. Der Alkohol in der Leber wird dadurch schneller abgebaut.

 

Gegen Erektions-Beschwerden  

Das Wundermittel Ginseng zählt außerdem als natürliches Aphrodisiakum. Bei Problemen mit der Libido beziehungsweise der Potenz, kann Ginseng durch hormonelle Regulierung bei sexueller Unlust wirksam werden. Des Weiteren sorgt es für eine verbesserte Spermienbildung und mehr Beweglichkeit der Keimzellen.

 

Bei Atemwegsbeschwerden

Ginseng wirkt Gefäß erweiternd und antibakteriell. Darum ist er als Akutpräparat bei Atembeschwerden eine gute Ergänzung bzw. Alternative zu starken, chemischen Medikamenten. Jedoch ist seine Wirksamkeit nicht so weit gehend, wie bei den hoch wirksamen Präparaten aus der Pharmafabrik. Bei leichten Formen von Asthma kann ein Ginsengaerosol oder Dampfbad aus dieser Pflanze ausreichend sein. Problematisch an den industriell-pharmazeutischen Mitteln sind vor allem die Nebenwirkungen. Gerade Asthma-Präparate haben häufig einen hohen Anteil an Opiaten. Sie machen sehr müde und abgeschlagen. Ginsengpräparate haben jedoch genau die gegenteilige Wirkung. Sie wirken belebend und stärken zudem die eigenen Abwehrkräfte des Körpers. 

 

Bei Herz-Kreislauf & Blutdruck

Auch bei Beschwerden von Herz und Kreislauf kann Ginseng eine äußerst positive Wirkung haben. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellt Ginseng einen wichtigen Begleiter bei einer Therapie dar.

Dank der Ginsenosiden bleibt das Blut fließfähig, wodurch zu hohe Blutdruckwerte absenken und zu niedrige anheben – es entsteht also quasi eine Selbstregulierung, welche von den körperlichen Bedürfnissen abhängig ist. Bei erhöhtem Blutdruck solltest du zu rotem Ginseng greifen, bei niedrigem eignet sich vor allem der weiße. Die Herzmuskulatur wird gekräftigt und der Sauerstoffbedarf des Herzens harmonisiert. Zudem verbessert die Wunderwurzel Ginseng die Durchblutung – sogar die des Herzmuskels.

 

Gegen Arteriosklerose

Werden Herz-Kreislauf-Beschwerden nicht behandelt, können sie sogar zu verkalkten Arterien, also einer Arteriosklerose führen. Weitere Faktoren, die zu einer Arterienverkalkung führen können, sind: Nikotin, andere Umweltgifte, fettreiche Speisen, Zucker, Bewegungsmangel und Übergewicht. Es entsteht eine harte Kruste, die die Arterien von innen verengt – der Blutfluss wird dadurch gestört. Je dicker diese Kruste wird, desto größer wird die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden.

Wie bereits erwähnt, wirkt sich Ginseng positiv auf den Blutdruck aus, wodurch der erhöhte Cholesterin bekämpft werden kann. Bei einer gestörten Blutgerinnung zeigt sich, dass ein Verklumpen vermindert wird. Die Wirkung von Ginseng kann quasi mit der von Aspirin gleichgesetzt werden.

 

Gegen Übergewicht

Übergewicht hat zwei Ursachen: Zu hohe Aufnahme von Kalorien bei zu geringer Bewegung. Im Grunde ist die Frage nach Zunehmen oder Abnehmen ein einfacher Dreisatz: Grundumsatz plus Bewegung ergibt den täglichen Bedarf an Kalorien, um das Gewicht zu halten. Werden mehr Kalorien zu sich genommen und weniger durch aktive Bewegung verbrannt, nimmt man zu. Wird mehr an Kalorien verbrannt, als zu sich genommen werden, nimmt man ab. 

Häufig geht ein Bewegungsmangel mit einer Antriebslosigkeit einher, die wiederum eine Depression als Ursache haben. Hier kann sich eine Person in einem bedauernswerten Teufelskreis wieder finden:

Depression führt zur Einnahme von Zucker als Glückshormon-Ausschütter

Einnahme von Zucker führt zu Übergewicht

Übergewicht führt zu Bewegungsmangel

Bewegungsmangel führt zur Depression

Die Einnahme von Ginsengpräparaten kann hier auf mehrfache Weise helfen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Die direkten, physiologischen Effekte sind die Verdünnung von Blut und Senkung der Blutfettwerte. Viel wichtiger bei der Bekämpfung von Übergewicht ist jedoch die allgemeine, belebende Wirkung von Ginsengpräparaten. Wenn der Körper durch eine Steigerung der Vitalität in Schwung gebracht wird, wird auch der „innere Schweinehund“ gegen den Bewegungsmangel wirksam bekämpft. Ginsengpräparate sind deshalb keine Schlankheitsmittel – sie helfen aber, selbst etwas dagegen zu unternehmen.

 

Hilft beim Muskelaufbau

Der Muskelaufbau geht mit der gesteigerten Bewegung Hand in Hand. Auch hier sind des vor allem die belebenden und vitalisierenden Effekte von Ginsengpräparaten, welche beim Sport und Training ihre Wirkung zeigen können. Wer vitalisierter in den Tag geht, dem fällt jede Form von Bewegung leichter. Ginsengpräparate können deshalb dabei helfen, nach einem langen und stressigen Arbeitstag im Büro noch die Energien zu finden, das tägliche Bewegungsprogramm zu absolvieren. Hier ist die Einnahme von Ginsengwirkstoffen vor allem in den ersten sechs Wochen sehr effektiv: Dies ist die Zeit, die ein Körper benötigt, um sich an einen Tagesablauf zu gewöhnen. Danach geht das tägliche Bewegungsprogramm sprichwörtlich „in Fleisch und Blut“ über, so dass auch die Einnahme von Ginsengpräparaten reduziert und beendet werden kann. In der Zwischenzeit helfen die Wirkstoffe noch beim direkten Aufbau von Muskeln mit. Die förderliche Wirkung für Eiweiße sind bei Ginsengextrakten bereits wissenschaftlich belegt. 

 

Bei HIV

HIV hat zwar etwas von dem Schrecken verloren, den es noch in den 1980ern und 90ern hatte. Jedoch ist die Behauptung, dass man heute mit AIDS „alt werden könnte“ nur bedingt war. Zwar kann man durch eine Einnahme von einer Wirkstoffkombination den Ausbruch der Krankheit heute noch einigermaßen lange hinaus zögern. Jedoch ist das mit dem lebenslangen Schlucken vieler Tabletten verbunden – und damit auch der Nebenwirkungen. Diese haben es bei den heute verfügbaren HIV-Mitteln in sich: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Depressionen und Antriebslosigkeit gehen mit einer HIV-Behandlung einher. Was die Menschen in dieser Situation dringend benötigen ist ein Mittel, was ihnen die Lebenslust und den Schwung zurück gibt. Hier kann wieder ein Ginsengprodukt helfen, die Lust am Leben nicht zu verlieren. Die Belebende und stärkende Wirkung der Heilpflanze hilft dabei, den HIV-Patienten dauerhaft wieder auf die Beine zu helfen und ihnen ein normales wie an Beschwerden armes Leben zu ermöglichen. 

 

Bei Diabetes

Zwar gibt es zwei Arten von Diabetes, der Zuckerkrankheit. Sie hat jedoch die gleiche Ursache: Die Unfähigkeit des Körpers, den zugeführten Zucker ab zu bauen. Beim Typ 2 Diabetes handelt es sich um die „erworbene Zuckerkrankheit“. Sie lässt sich durch eine Umstellung der Ernährung und Gewichtsreduktion häufig wieder gut in den Griff bekommen. Der Typ 1 Diabetes ist jedoch eine Schädigung der Insulin bildenden Zellen selbst. Die betroffenen Menschen müssen ebenfalls komplett ihr Leben und vor allem ihre Ernährung umstellen. Die Ursache hierfür ist eine Auto-Immun-Reaktion, bei welcher der Körper die Insulin bildenden Zellen selbst zerstört. 

Der Ginsengwirkstoff hat sich als äußerst wirksam zur Senkung der Blutzuckerwerte erwiesen. Doch das ist leider kein Grund zur überschwänglicher Freude: Die Herausforderung bei der medikamentösen Behandlung von Diabetes besteht darin, den Blutzucker durch äußere Vergabe künstlich hergestellten Hormonen auszunivellieren. Diese „Einstellung“ ist eine recht komplexe Angelegenheit. Wenn nun zusätzlich ein Blutzucker senkendes Präparat wie Ginsengextrakt hinzu genommen wird, dann wird dieses empfindliche Verhältnis gestört.

Bei Diabetes hat man deshalb die Wahl: Auf die Einnahme von Ginsengpräparaten zu verzichten oder die Einnahme mit dem Arzt abzuklären. Wenn die Ginsengeinnahme aber zur Teil der Behandlung wird, muss sie auch konsequent bei behalten werden. Eine unregelmäßige und inkonsequente Einnahme bringt das Verhältnis der Wirkstoffe zum Zucker wieder durcheinander.

Beim Typ 2 Diabetes kann die Ginsengeinnahme aber zusätzliche Effekte erzielen: Seine belebende und vitalisierende Wirkung kann die Aufnahme von einem Sportprogramm und ein allgemein bewussterer Umgang mit dem Körper erleichtern. Damit wird der permanenten Überzuckerung des Blutes ebenfalls wirksam entgegen gearbeitet und die Krankheit wird um so schneller überwunden.

 

Gegen Wechseljahrsbeschwerden

Die Beschwerden von Frauen in den Wechseljahren kommen dadurch, dass der Körper die Produktion des Sexualhormons Östrogen herunter fährt. Diese hormonelle Umstellung geht mit einer Vielzahl von Symptomen einher, die alle so unangenehm wie lästig sind. Typisch ist

– Schwitzen

– Abgeschlagenheit

– Antriebslosigkeit und Depression

– Kopfschmerzen

– Appetitlosigkeit

– Sexuelle Unlust

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Ginseng eine dem Östrogen ähnliche Wirkung hat. Das heißt nicht, dass Männern durch Ginsengpräparaten Brüste wachsen – Frauen können aber mit den Wirkstoffen sehr effektiv ihre Beschwerden in den Wechseljahren bekämpfen.

Zwar lassen sich die Beschwerden in den Wechseljahren auch durch klassische chemisch-pharmazeutische Präparate bekämpfen. Inzwischen stehen diese Therapeutika aber im Verdacht, einem Brustkrebs Vorschub zu leisten. Ginseng ist hier die wesentlich schonendere und natürlichere Möglichkeit einer Behandlung. Primär sind es seine Östrogen artigen Wirkstoffe, welche den betroffenen Frauen in der akuten Phase der Wechseljahre gut helfen können. Darüber hinaus ist seine vitalisierende Wirkung gut dazu geeignet, der Antriebslosigkeit und Depression entgegen zu wirken.

Dennoch bleibt hier ein Wort der Warnung angebracht: Viele im Handel erhältlichen Ginseng-Präparate, allen voran das berühmte „Tai-Ginseng“ in seiner flüssigen Form, haben einen hohen Gehalt an Alkohol. Mit 17.5% Alkohol sind diese Mittel schon als Schnäpschen oder Likörchen zu sehen. Davon täglich ein bis zwei Dosen zu sich zu nehmen kann durchaus der Weg in eine Abhängigkeit von Alkohol werden. Darum: Wenn Ginseng als Hilfsmittel gegen die Beschwerden in den Wechseljahren eingenommen werden soll, dann bitte eine Alkohol freie Variante.

Grundsätzlich sind die möglichst natürlichen Ginsengpräparate wesentlich empfehlenswerter als die verarbeiteten Alternativen. Am Besten ist immer noch, man verarbeitet möglichst frische Wurzeln selbst. Damit hat man die größte Auswahl an Wirkstoffen und vermeidet alles, was man nicht dabei haben will. Wenn auf alkoholische Mittel nicht verzichtet werden möchte, dann bitte in kleinen Dosen oder in der äußerlichen Anwendung: Die Stirn mit einem Ginsengtonikum einzureiben ist ebenfalls belebend und man hält sich den Alkohol aus dem Blut heraus.

U

Studie

Im Rahmen wissenschaftlicher Forschungen sind Nebenwirkungen durch Ginseng festgestellt worden. Aufgrund falscher Dosierungen und persönlicher Überempfindlichkeiten sollen gleichwohl verschiedene Beschwerden nach der Zufuhr von Ginseng wie Nervosität, Übelkeit und Durchfall geäußert worden sein.

Nach den Ergebnissen einer koreanischen Studie aus dem Jahr 2014 wirkt sich Ginseng günstig auf den Blutzuckerspiegel aus. Nach einer achtwöchigen Einnahme von hydrolisiertem Ginsengextrakt zeigte sich bei den Patienten eine deutliche Absenkung der Glukosewerte im Blut. In mehreren Studien zu sportrelevanten Auswirkungen durch Ginseng wurde herausgefunden, dass dadurch die Sauerstoffaufnahme des Blutes verbessert werden konnte. Bereits im Jahr 1991 wurde eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit der Muskulatur festgestellt. In zahlreichen Studien wurde die Wirkung von Ginseng bei Diabetes und Stress untersucht. Dabei konnten im Ergebnis Reduzierungen und Linderungen der von Diabeteserkrankungen verursachten Auswirkungen konstatiert werden. In einigen Studien konnte der Beweis für eine entzündungshemmende Wirkung erbracht werden. Ebenfalls konnte bereits wissenschaftlich belegt werden, dass Ginseng die Gehirntätigkeit und damit die Konzentrationsfähigkeit steigert.

Nebenwirkungen

Obwohl die Ginsengwurzel als frei von Nebenwirkungen beschrieben wird, ist sie das nicht. Wie jedes andere Heilmittel kann auch Ginseng Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hervorrufen. Bei bestimmten Krankheiten kann es sogar bei normaler Einnahmedosis zu einer bestimmten Nebenwirkung kommen. Da es belebend wirkt, solltest du es auf keinen Fall abends einnehmen, das kann zu Schlafstörungen führen. Es kann vorkommen, dass du auf ein Ginseng Präparat allergisch reagierst, dann solltest du das Mittel sofort absetzen. Bei einigen Menschen verändern die Präparate die Zusammensetzung des Blutes, so dass Wunden nicht so schnell verkleben, das Blut insgesamt weniger eindickt und nicht mehr so zähflüssig ist.

Vor Operationen und chirurgischen Eingriffen sollten Ginsengpräparate also rechtzeitig abgesetzt werden. In China und Korea wird die Ginsengwurzel daher auch als Blutgerinnungshemmer eingesetzt. Manche Menschen beschrieben des weiteren, dass ihr Stoffwechsel sich während der Einnahme von Ginsengpräparaten veränderte. Diabetesmedikamente und Herzmedikamente mussten anders, in der Regel etwas niedriger dosiert werden. In einigen Fällen berichten Menschen von Durchfall, Überreiztheit, Bluthochdruck, Nervosität, Übelkeit, Schweißausbrüchen und Zwischenblutungen unter Einfluss von Ginsengpräparaten. Da bislang völlig unbekannt ist, welche Bestandteile der Ginsengwurzel in welcher Konzentration, wie und vor allem warum und unter welchen Begleitbedingungen überhaupt vom Körper aufgenommen werden, sind vor allem hochdosierte Ginsengpräparate eher mit Vorsicht und unter ärztlicher Begleitung anzuwenden.

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Bei folgenden Krankheiten ist bei Ginseng Vorsicht geboten

Wer Diabetes hat und Medikamente einnimmt, der muss bei Ginseng vorsichtig sein. Es kann zu einer Wechselwirkung mit den Diabetikermedikament kommen. Deshalb vor der Einnahme des Heilmittels immer zuerst den Arzt fragen. Dasselbe gilt bei Bluthochdruck. Durch die belebende Wirkung von Ginseng, kann es zu mehr Bluthochdruck kommen. Wer Blutgerinnungsmittel einnehmen muss, der sollte Ginseng nicht einnehmen, da die Wirkung der Medikamente durch Einnahme von Ginseng herab gesetzt werden kann. Nimmst du Östrogenmedikamente oder Cortison ein, dann ist Vorsicht geboten, die Wirksamkeit kann erhöht werden. Prinzipiell gilt aber, dass Medikamente, die chronisch eingenommen werden, bei gleichzeitiger Einnahme von Ginseng in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt werden können. Bei zu hoher Dosierung von Ginseng kann es sogar zu Magen-Darm Beschwerden, zu Durchfall oder zu vermehrten Kopfschmerzen kommen. Bei Schwangerschaft solltest du kein Ginsengpräparat einnehmen, da es keine aussagekräftigen Ergebnisse gibt, ob die Einnahme schädlich sein kann.

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